Leben

Quartiersmeisterei

Moin, kennst du schon unsere neue Quartiersmeisterei? Janine und Evin leiten seit Anfang August das Stadtteilbüro in der Bremerhavener Straße 53. Janine ist hier in Walle groß geworden, hat danach Angewandte Freizeitwissenschaft und International Studies of Leisure and Tourism studiert und außerhalb von Bremen ein Jugendzentrum geleitet. Sie schätzt den Stadtteil für die entspannte Atmosphäre, die sie jedes Mal spürt, wenn sie unter der Eisenbahnbrücke in unseren Kiez hinein radelt. Evin kommt gebürtig zwar nicht aus Walle, hat hier aber schon mal 15 Jahre gelebt und sich engagiert. Zwischendurch war Evin mal für ein paar Jahre weg, wohnt in Kürze aber wieder hier und möchte länger bleiben. Evin hat einen Bachelor in Architektur und einen Master in Kulturwissenschaften. Beide haben auf jeden Fall einen Plan für unseren Kiez. 

Was ist die Quartiersmeisterei? Man könnte sagen, mit den Quartiersmeister*innen Evin und Janine haben wir jetzt ein eigenes Kiezbüro. Stadtteilentwicklung heißt das Stichwort und jede*r ist eingeladen mitzumachen. Themen sind unter anderem die wirtschaftliche Belebung unseres Quartiers oder die Aufwertung und Umgestaltung öffentlicher Räume. Solltest du zum Beispiel Bock haben, in Walle ein Geschäft zu eröffnen, kann die Quartiersmeisterei deine erste Anlaufstelle sein und bei der Vermittlung eines Ladengeschäfts helfen. 

Warum braucht Walle eine Quartiersmeisterei? Walle ist im Wandel und anstelle diesen Prozess einfach dem freien Markt zu überlassen, sollen die Menschen zur Mitgestaltung eingeladen werden. Auch Du hast Ideen und Anregungen und willst etwas für unseren Stadtteil tun oder du bist erstmal nur neugierig, was in Walle zukünftig so abgeht? Dann besuche immer am zweiten Dienstag im Monat die „QuartiersTerrasse“. Hier kannst du deine Ideen einbringen. Und wenn du so richtig für Walle brennst, kannst du mit Unterstützung der Quartiermeisterei vielleicht auch bald das ein oder andere neue Projekt in unserem Kiez starten.

Quartiersmeisterei Walle, Bremerhavener Straße 53

QuartiersTerrasse: Jeden zweiten Dienstag im Monat 16:00-18:00

Waller Park

1928 kaufte die Stadt Bremen das Grundstück des heutigen Waller Parks von verarmten Gutsparkbesitzern. Von nun an war der Park für alle da. Damals wie heute stehen dort alte Bäume, sie könnten bestimmt genauso viel erzählen wie die Bäume im Bürgerpark. Im Sommer, an heißen Tagen ist der Waller-Park wie eine Klimaanlage für unseren Kiez. Hier gibts eine Wildblumenwiese für Bienen und andere Krabbeltiere und auch ein Teich mit Springbrunnen sorgt für eine entspannte Atmosphäre. Richtig gut ist der Spielplatz – er ist für alle Kinder. Hier spielt es keine Rolle, welchen beruflichen Abschluss die Eltern der anderen spielendenden Kinder so haben. Ein bisschen unscheinbar aber dennoch sehr zu empfehlen ist unser Park zwischen dem Friedhof Walle und der Langen Reihe, die in naher Zukunft zu einer Fahrradstraße umgebaut werden soll. 

Waller Feldmarksee

Ein Tag am See, das ist für viele Bremer*innen – aber besonders für uns Waller*innen eine Selbstverständlichkeit. Ab aufs Rad, durch den Waller Park, entlang am Almata-Hochhaus – kurzer Gruß an Gassi – dann durch den Mäusetunnel und Graffiti-& Mosaikkunst begucken. Weiter gehts dann ein Stück entlang der Bahntrasse und über den Waller Weg dem Autolärm entgegen in Richtung Norden zum Waller Feldmarksee. Oben auf der Autobahnbrücke angekommen bitte äußerste Vorsicht, denn die überholenden Autos wissen nicht, dass Radfahrende sie aufgrund des Autobahnlärms nicht hören können. Hat man dieses „kleine Hindernis” überwunden, geht es nur noch bergab Richtung See. Ein mega schönes Gefühl, egal zu welcher Jahreszeit. Es wirkt ein bisschen ironisch, aber gleich neben der Mülldeponie-Blockland findest du einen der saubersten Seenufer Bremens. Das ist kein Zufall, denn am Waller Feldmarksee sorgt seit vier Jahren der Kioskbesitzer Schoresch dafür, dass hier kein Kippenstummel liegen bleibt. Schoresch lebt seit 33 Jahren in Deutschland, nachdem er über einen kurzen, dreijährigen Aufenthalt in Österreich aus der Ost-Türkei zu uns kam. Du kriegst bei ihm wie er selbst sagt, „echte Deutsche Küche“, er scheint darauf sehr stolz zu sein, mir persönlich reicht aber die Pommes. Sein kleiner Hund Tawo – der Name bedeutet soviel wie Sonnenschein – ist auch immer mit am Start. Der Kiosk von Schoresch und Tawo befindet sich an der Hauptbadestelle, einem Badestrand der vom DLRG beaufsichtigt wird. Das ist vielleicht nicht ganz unwichtig, solltest du kein*e gute*r Schwimmer*in sein, denn der See ist zwischen acht bis sechzehn Meter tief. Ist dir das an der DLRG-Badestelle zu laut, kannst du dir nach deiner Pommes aber auch eine andere, ruhigere Ecke am Ufer des knapp 12 Hektar großen Badesees suchen. Hier ist definitiv genügend Platz – für alle. Auch angeln ist hier erlaubt. Allerdings nur, wenn du eine Angelprüfung abgelegt hast und Mitglied des Sportvereins Tura bzw. des sog. Sportfischervereins Tura bist. Tura hat diesen See nämlich hierfür gepachtet und pflegt diesen – wie auch Schoresch – ebenfalls seit vielen Jahren. Um 1972 entstand der Baggersee im Zuge der Autobahnarbeiten im Bremer Westen. Es ist doch faszinierend, wie sich die Natur die Dinge wieder zurückholt. Wenn du magst, erwartet dich auf dem Rückweg – mit einem kleinen Umweg in Richtung Mülldeponie – noch ein weiteres “Natur-Highlight”. Doch das erzähle ich dir später, in einem neuen Beitrag. Nun erstmal Badesachen einpacken und ab aufs Rad, wenn du dich bei diesem Wetter traust. 🏳️‍🌈✌🏽

Flohmarkt im Mai, 2022

Waller Mitte

Westbad, Bremen Walle
Schwimmbad in Bremen Walle

Das Westbad

Erst soll es saniert werden, dann doch nicht. Dann doch wieder, wie auch immer… Klar, meckern kann man immer. Es ist ein Schwimmbad, man kann dort schwimmen und gepflegt ist es auch. Es gibt schönere, es gibt hässlichere Bäder – aber keins ist so nah – du kannst da einfach zu Fuß hingehen. Und außerdem kann man vom Außenbecken auf unseren Fernsehturm gucken, das ist mega nice.
Was mir besonders gefällt: im Schwimmbad sind alle gleich, ganz gleich welche Hautfarbe, ganz ohne Statussymbol. Insbesondere im Schwimmbad treffen die Menschen aufeinander, da spürt man den Vibe.

Die Bude

Moin! Habt ihr es schon mitbekommen? Wir haben eine ganze Reihe neuer Nachbar*innen in unserem Kiez. Nein, die lieben Menschen von Bude e.V. haben nicht das Haus neben dem Penny besetzt. 😆 Sie sind als Gemeinschaft in Form eines Mietshaus-Syndikats nun die Eigentümer*innen dieses schönen altbremer Eck-& Geschäftshauses, um dem stetig steigenden Immobilienmarkt-Wahnsinn zu entfliehen. Denn an dieser Stelle wird zukünftig – egal wie sich die Preise entwickeln – immer ein sozialverträglicher Wohnraum bestehen bleiben. Solltet ihr demnächst mal daran vorbeikommen, sprecht unsere neuen Nachbar*innen doch gerne mal an, sie sind sehr aufgeschlossen und können bestimmt noch die eine oder andere helfende Hand bei ihrem Umbau gebrauchen. Liebe Bude, ich freue mich, dass ihr hier seid.

Hier findet ihr weitere Infos:
👉🏼www.bude.noblogs.org

Zucker

In diesem Bunker geht in Zukunft noch so einiges, darüber können wir uns jetzt schon mal freuen.
Hier hat der @zuckerclubhb bald ein neues, endgültiges Zuhause. Die Eröffnung ist für den Herbst diesen Jahres geplant.

Brodelpott

Eine der wichtigsten Institutionen unseres Stadtteils ist das Kulturhaus-Walle. Der Brodelpott befindet sich direkt gegenüber der Vereinskneipe Druiden e.V.
Hier gibt es eine Menge kulturelle Angebote. Vom Kleidertauschcafé über Kunstausstellungen und Theaterstücken, oder einer Bibliothek, bis hin zu Doppelkopfabenden. Und vieles mehr.